Inhaltsspalte

Sessions am Montag, den 19.11.2018

Gesundheitsförderung, Schwerpunkt: Präventionsgesetz
Gesetze in Bewegung bringen – Chancen des Präventionsgesetzes

Session Chairs:

Stefan POSPIECH

Gesundheit Berlin-Brandenburg e. V., Geschäftsführer

Werner MALL

AOK Nordost, Leiter Unternehmensbereich Prävention

Uhrzeit

15:15 Uhr – 17:15 Uhr

Raum

N.N.

Die Session startet mit zwei Impulsen:

1. Was wissen wir über Bewegungsverhalten und -präferenzen? Wie hängen diese mit dem sozialen Status zusammen? Welche Rolle spielen dabei sozialräumliche Bedingungen?
Die neue Berliner Sportstudie zeigt, dass 83% der Berlinerinnen und Berliner sport- und bewegungsaktiv sind. Gleichzeitig wissen wir, dass die soziale Lage und viele weitere Bedingungen das Bewegungsverhalten beeinflussen. Laut der „Sportstudie Berlin 2017“ sind die fünf am häufigsten genannten Sport- und Bewegungsformen Radfahren, Laufen/Joggen, Schwimmen, Fitness und Wandern. Dabei ist der Sportstudie ein weit gefasster Sportbegriff zugrunde gelegt, der auch Bewegungsformen wie z. B. Wandern oder Spazierengehen einschließt. Damit sich Menschen ausreichend bewegen, kommt es neben ihrem eigenen Verhalten und ihrer Motivation auch auf bewegungsförderliche und -freundliche Rahmenbedingungen vor Ort an, die es den Menschen leichter machen, sich zu bewegen.

2. Wie können wir über Kooperation gerade diejenigen erreichen, die aufgrund ihrer sozialen Lage weniger Möglichkeiten haben? Welche neuen Impulse bietet hier das Präventionsgesetz?
Das Präventionsgesetz soll die Kooperation und Koordination der Präventionsakteure stärken. Durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Akteure, die ihre Ressourcen bündeln, können gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Strategien und Maßnahmen zur Bewegungsförderung entwickelt und umgesetzt werden, die Erfolge versprechen.

In zwei folgenden Praxisbeispielen werden unterschiedliche Kooperationsmodelle vorgestellt, wie in Kommunen positive Anreize für mehr Bewegung gesetzt werden können.
Praxisbeispiel 1:„Platzwechsel – Bewege Dein Leben“
Dr. Carsten Stephan, Team Gesundheit GmbH
Praxisbeispiel 2:
Modellprojekt Friedrichshain-Kreuzberg „Bewegung, Mobilität und Teilhabe älterer Menschen im Rahmen vernetzter Arbeit im Sozialraum fördern“
Sabine Schweele, Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Markus Runge, Nachbarschaftshaus Urbanstraße e. V. 

Im Mittelpunkt der Diskussion mit allen Teilnehmenden steht die Frage, wie Zugänge zu bislang schwer erreichbaren Zielgruppen geschaffen und der Aufbau nachhaltiger Strukturen unter den Voraussetzungen des Präventionsgesetzes gestärkt werden kann.

Stefan Pospiech

„Gemeinsam mehr bewegen: Es muss einfach sein, sich im Alltag gerne zu bewegen. Das gelingt nur, wenn in den Kommunen die Partner – von der Nachbarschaftseinrichtung bis zum Sportverein – miteinander kooperieren und das Wohnumfeld zur Bewegung einlädt.“

Dipl.-Politologe, examinierter Kranken- und Gesundheitspfleger

Seit 2004 Mitarbeiter bei Gesundheit Berlin-Brandenburg, bis 2012 Fachreferent für Gesundheitspolitik und Gesundheit im Alter

Leitung verschiedener Projekte, u.a. Kongress Armut und Gesundheit, Fachstelle für Prävention und Gesundheitsförderung im Land Berlin

Seit Mai 2012 Geschäftsführer von Gesundheit Berlin-Brandenburg e.V.

Werner Mall

„Bewegung für alle: Das Präventionsgesetz stellt die Zusammenarbeit aller Akteure in den Mittelpunkt. Auf regionaler und auf lokaler Ebene müssen wir diesen neuen Rahmen jetzt ausfüllen, um mit bewährten Bewegungsangeboten neue und alte Zielgruppen besser zu erreichen.“

Dipl.-Psychologe

Bis 1997 wissenschaftlicher Mitarbeiter beim IGES Institut für Gesundheits- und Sozialforschung

Bis 2001 Vertragsreferent beim IKK Landesverband Brandenburg und Berlin

Bis 2009 AOK Berlin, Leiter „Prävention und Rehabilitation“

Seit 2010 AOK Nordost, Leiter „Prävention“

Sportentwicklung 2030 im Verein oder in kommerziellen Einrichtungen?
Konzepte, Konkurrenzen und Kooperationen in der Sportentwicklung der Zukunft

Session Chair:

Andreas KLAGES

Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Hessen

Nils BARKHOFF
Gründer und Geschäftsführer Original Bootcamp

Uhrzeit

15:15 Uhr – 17:15 Uhr

Raum

N.N.

Wer ist der Sportanbieter von morgen? Wohin geht die Reise? Ist der Abgesang auf Opas Sportverein als Deutschlands Sportanbieter Nr. 1 mit hohen und stabilen Mitgliederzahlen verfrüht? Oder liegt die Zukunft in flexiblen, trendnahen und serviceorientierten gewerblichen Anbietern? Diese und weitere Fragen werden in der Session „Sportentwicklung 1“ vom „Vereinsfan“ und Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Andreas Klages sowie vom erfolgreichen Bootcamp-Geschäftsführer Nils Barkhoff diskutiert. Beide Referenten werden die Ausgangssituation und das Leistungsspektrum des kommerziellen wie des Vereinssports skizzieren und ihre jeweiligen „Markenkerne“ herausstellen. Neben der Frage, was beide „Sportwelten“ trennt, soll auch geklärt werden, was man jeweils voneinander lernen kann und wo perspektivisch Kooperationen möglich, vielleicht sogar notwendig, sind.

Ablauf
Intro 1: Stefanie BLOCHWITZ
Vorstellung Moderatorin, beider Referenten und des Themas mit kurzem Aufriss (10 min)

Intro 2: Andreas KLAGES 
Präsentation zum Vortrag
Opas Sportverein lebt: Sportvereine auch in 2030 Deutschlands Sportanbieter Nr. 1Rückblick und Status Vereinsspektrum und -angebote, Markenkern, Herausforderungen, Trendeinschätzung, Perspektiven, Lernpotenziale von gewerblichen Anbietern, Kooperationsmöglichkeiten (20 min)

Intro 3: Nils BARKHOFF
Präsentation zum Vortrag
Erläuterung Konzept Bootcamp, Markenkern, Zukunftsperspektiven, Lernpotenziale vom Vereinssport, Kooperationsmöglichkeiten (20 min.)
Anschliessend 70 min. moderierte Diskussion unter Leitung von Stefanie Blochwitz

Stefanie BlochwitzAbitur am Sportgymnasium Landrat-Lucas in Leverkusen

2011 – 2015    Bachelor Medienwissenschaft/-praxis und BWL an der Universität Bayreuth

2014 – heute   Moderatorin Telekom Sport (Basketball Bundesliga, 3.Fußball-Liga (2017-),

2014 – 2017    Sportreporterin Sky Sport News HD

2017 –  heute   Moderatorin MDR Sachsen-Anhalt und Sportreporterin MDR Leichtathletin in der Jugend (Hoyerswerda/Leverkusen)

2015 – 2019    Fastbreak Leverkusen (Basketball)

Andreas Klages

„Sportvereine haben ihre Entwicklungspotenziale noch lange nicht ausgeschöpft und werden auch 2030 Deutschlands Sportanbieter Nr. 1 sein – nahe an den Menschen und ihren Sportbedürfnissen, gemeinwohlorientiert, wohnortnah und preiswert.“

Studium der Politik, Rechts- und Medienwissenschaften, Diplom-Politologe
Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Marburg/Lahn sowie Geschäftsführer eines Sportverbandes auf Bundesebene

2001 bis 2018 Deutscher Olympischer Sportbund (vormals: Deutscher Sportbund) dort zuletzt stellvertretender Geschäftsbereichsleiter Sportentwicklung und Ressortleiter Breitensport/Sporträume, Arbeitsschwerpunkte: Strategie- und Grundsatzfragen der Sportentwicklung, Sportstätten, Sport und Umwelt sowie Kommunalpolitik und Sport

Seit August 2018 Hauptgeschäftsführer des Landessportbundes Hessen
Zahlreiche Veröffentlichungen zu Themen der Sportentwicklung sowie der deutschen Innenpolitik

Ehrenamtlich engagiert im Hobby Sport

Nils Barkhoff

„Wir machen die Welt mit Spaß ein Stück gesünder – Sport soll individuell und professionell Gesundheit fördern, im Team Spaß machen und kollektiv eine „Fair-Play“ Gesellschaft stützen.“

Sport Allrounder – primär Basketball und Wellenreiten

Großes Interesse an Kulturen & Ländern (1 Jahr USA, 1 Jahr Indonesien, 2 Jahre Saudi Arabien, ½ Jahr Russland etc.)

Studium der Sportwissenschaft und der Betriebswirtschaftslehre

2007 – 2013 internationale Projekte in der Strategieberatung

Seit 2010 Gründer und Geschäftsführer Original Bootcamp

Stadtentwicklung – Impulse des Sports in die Stadtentwicklung
Sport Spiel und Bewegung als integriertes Ziel von Stadtentwicklung

Session Chairs:

Dirk SCHELHORN

Schelhorn Landschaftsarchitektur

Sandra ESCHER
Schelhorn Landschaftsarchitektur

Uhrzeit

15:15 Uhr – 17:15 Uhr

Raum

N.N.

Alle Menschen, besonders Kinder und Jugendliche müssen sich bewegen um gesund zu wachsen. Erwachsene sollten sich bewegen, um gesund zu leben – ein Leben in Balance. Dabei sind Alltagserfahrungen und Alltagsorte zielführend. Sport und Bewegung immer und überall und nicht als Ausnahmesituation. Dabei können vom Sport eine Fülle von Impulsen ausgehen, bzw. kann der Sport Impulse von Alltagserfahrungen mit integrieren. Der Blick in die Alltagswelt, zum Einen in den Lebensalltag der Menschen und zum Anderen in den Alltag gestalteter Räume, zeigt eine zunehmende Bewegungsarmut und körperfernes Verhalten auf. Durch das Zusammenspiel verschiedener Faktoren wie das Verhalten der Menschen, durch reizarme Stadtentwicklung und -gestaltung und durch das Angebot von isolierten, funktionalisierten Sportflächen, entseht keine Förderung von Gesundheit als selbst bestimmte Alltagserfahrung. Kinder und Jugendliche leben mehr und mehr verinselt, verhäuslicht und beschäftigen sich immer mehr mit digitalen Kommunikationsmitteln. Erwachsene erleben wenige bespielbare bewegungsmotivierende Freiräume und Wegeverbindungen.

Das hat Gründe. Zum einen unterliegt die Alltagswelt einer starken Veränderung. In den Städten und Gemeinden gibt es mehr und mehr funktionalisierte Räume. Spielen und Bewegen wie auch der Sport wird auf Retortenfächen zurück gedrängt und teilweise fehlen öffentliche, frei zugängliche Flächen. Sport Spielen und Bewegen für alle Generationen ist eine Aufgabe der Gesellschaft. Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Verbände, Sportvereine, Gesundheitsdienste können zusammenwirken. Stadt- und Raumplanung können einen neuen Ansatz finden, um den öffentlichen Raum auch als Bewegungs- und Begegnungsort anzubieten. Vereine können ihre Sportflächen multifunktional anbieten, teilweise öffnen und die Angebotspalette erweitern. Politik und Verwaltung können neue, verbindliche Parameter zur integrierten Stadtentwicklung auf der Ebene der Bauleitplanung verabschieden. Gesundheit als definiertes, verbindliches Qualitätsmerkmal. Der öffentliche Raum kann aber auch konkrete Orte für Sport und für angeleitete Bewegung zur Verfügung stellen.

 

Ablauf/Struktur
Persönlicher Erfahrungshintergrund
Einführung in das Thema, aktueller Stand
Vortrag 1 Wissenstransfer Planungsebene
Vortrag 2 Wissenstransfer Gestaltungsebene
Vortrag 3 Wissenstransfer Strategische Ebene
Dazwischen Ergänzungen, Anregungen, Arbeiten mit dem Plenum
Gemeinsames Sammeln der wichtigsten fünf Fakten

Dirk Schelhorn„Bewegung macht beweglich – und Beweglichkeit kann manches in Bewegung setzen“ – Haschek, deutscher Theologe und Pater

Freier Garten- und Landschaftsarchitekt

Sport- und Bewegungsanlagen, Planen und Bauen für Kinder und Jugendliche, Stadtplanung unter Aspekten gesunder Lebensräume

Fortbildungsreferent Landessportbund Hessen

Architektenkammer Hessen und NRW

Vorstand Bundesarbeitsgemeinschaft Haltungs- und Bewegungsförderung e.V.

Beirat Deutsches Kinderhilfswerk

Mit Initiator allaHopp-Anlagen der Dietmar Hopp Stiftung

Lehrauftrag Hochschule Wädenswil, Schweiz ( 2006-2016) „ Grün und Gesundheit“

Sandra Escher

Landschaftsarchitektin, Schelhorn – Landschaftsarchitektur

Projektleiterin Entwicklung von Bewegungs- und Sportanlagen

Öffentlichkeitsarbeit Sport – Bewegung – Freiraumgestaltung

Sport & Digitalisierung: Idee, Chancen, Projekte

Session Chair:

Prof. Dr. Christoph IGEL

Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI

Uhrzeit

15:15 Uhr – 17:15 Uhr

Raum

N.N.

Abbildung, Inszenierung und Aneignung von Räumen mit 360-Grad-Video

Referent:

Prof. Dr. Andreas HEBBEL-SEEGER

Hochschule Macromedia | University of Applied Sciences

15:15 Uhr – 16:15 Uhr

Präsentation zum Vortrag 

360 ° -Videos eröffnen den Rezipienten die Möglichkeit zur freien Wahl eines Bildausschnitts innerhalb einer sphärischen Raumkonstruktion. Insbesondere in Kombination mit einem Head-Mounted-Display kommt diesem Medienformat ein hohes Immersionspotential zu, das eine weitere Steigerung erfährt, wenn das Bild als ‚„echte“ 3D-Projektion und der Ton im 3D-Raumklang auPräsgegeben wird. Dennoch stellt sich ein „Raumerlebnis“ nicht als bloße Folge des Medieneinsatzes ein, sondern wird von verschiedenen Parametern beeinflusst, von denen vor allem die Größe des Raums, die Art der Aktivität im Raum und die Positionierung der Kamera bedeutsam sind. Ein aus der immersiven Visualisierung resultierendes Präsenzerleben im (virtuellen) Raum lässt sich für Marketingzwecke nutzen, als Motivator für einen Transfer der visualisierten Aktivitäten im Raum oder als Lernhilfe im Rahmen von Problemlöse- und Reflexionsprozessen; damit verbunden sind nicht zuletzt neue Möglichkeiten für eine Anbahnung, Unterstützung und Optimierung von Bewegungsaktivitäten.

Prof. Dr. Andreas Hebbel-Seeger Andreas Hebbel-Seeger ist Professor für Medienmanagement und Leiter der Media School am Campus Hamburg der Hochschule Macromedia. Sein Fokus in Forschung und Lehre liegt auf der Nutzung digitaler Medien für Lern-, Trainings- und Marketingzwecke. Derzeit ist er an verschiedenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zum Einsatz von Video-Drohnen und 360-Grad-Video in der Sportkommunikation beteiligt und für die Hamburger NextReality-Initiative aktiv.

Smart Sport - Mobile Endgeräte als Chance für Jugendsport und Bewegungskultur in urbanen Räumen

Referent:

Martin SCHÖNWANDT

Geschäftsführer Deutsche Sportjugend

15:15 Uhr – 16:15 Uhr

Präsentation zum Vortrag

Mobile Endgeräte dringen immer stärker in die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen ein. Dies gilt auch und in verstärktem Maße für die tägliche Bewegung, für Jugendkulturen und Jugendsport. Insbesondere in urbanen Räumen sind diese Entwicklungen zu beobachten. Der Vortrag zeigt auf, wie Smartphones, das Internet und Anwendungen der Künstlichen Intelligenz genutzt werden können, um junge Menschen in Kontext städtischer Raumentwicklungen zu motivieren, sich zu bewegen und freie Räume für ihre individuellen und gruppenbezogenen Bewegungs- und Sportbedürfnisse zu nutzen. 

Martin Schönwandt

Werdegang:

  • 1972 – 1978 Philipps-Universität Marburg | Diplom, Sozialpädagogik und Germanistik
  • 1979 – 1981 Jugendheim Marbach GmbH
  • 1981 – 1992 Geschäftsführer | Luftsportjugend des Deutschen Aero Club e. V.
  • 1981 – 1992 Geschäftsführer | Hauses der Luftsportjugend, Hirzenhain
  • 1992 – 2003 Bundesjugendsekretär | Deutschen Turner Bundes e. V.
  • 2003 – heute Geschäftsführer | Deutschen Sportjugend(dsj)
  • 2006 – 2014 Direktor Jugendsport | Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)
  • 2014 – heute Vorstand für den Geschäftsbereich | Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB)

Mitarbeit in Gremien:

  • 2003 – heute Vorstandsmitglied | Deutschen Sportjugend (dsj)
  • 2009 – heute Vorstandsmitglied | Fachstelle für internationale Jugendarbeit (IJAB)
  • 2013 – heute DFB-Kommissionsmitglied | Gesellschaftliche Verantwortung
  • 2014 – heute Beiratsmitglied | „Recht auf Spiel“ des Deutschen Kinderhilfswerks
  • 2015 – heute Kuratoriumsmitglied | Engagement Global gGmbH
  • 2015 – heute Kuratoriumsmitglied | Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention
  • 2015 – heute Mitglied | Nationaler Ausschuss Sport und Sicherheit
  • 2015 – heute Stiftungsratsmitglied | Stiftung Lesen

Zukunft der Kita on- oder offline - für FitKids oder DigiKids?

Referentin:

Prof. Dr. Ulrike UNGERER-RÖHRICH

Vorstandsvorsitzende der Plattform Ernährung und Bewegung e.V. (peb)
Professorin i.R. Universität Bayreuth

16:15 Uhr – 17:15 Uhr

Kinder wachsen heute in einer digitalisierten Welt auf. Wie viel „Digital“ brauchen sie in der Kita und wie erfahren müssen pädagogische Fachkräfte bei diesem Thema sein? Die Positionen der „online“ Gegner und die der Befürworter sind bekannt. Der Ist-Stand unseres Wissens zum Einfluss früher Auseinandersetzung mit neuen Medien auf die Entwicklung von Kindern wird skizziert. Was muss passieren, dass Kinder in dieser medial sich immer weiter entwickelnden Welt gesund aufwachsen? Wo und wie lernen sie mit vielfältigen „Verführern“ umzugehen? Wie die Integration von netzbasierten bzw. medial aufbereiteten Angeboten in die pädagogische Arbeit in der Kita gelingen kann, wird aufgezeigt. In wie weit es auch netzbasierte Angebote in der Aus-Fort- und Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte braucht, wird diskutiert. Die Kita kann einen Beitrag zum gesunden Aufwachsen in einer digitalisierten Welt leisten, aber nicht allein. Alle Gruppierungen müssen sich ihrer Verantwortung stellen, an erster Stelle die Eltern, aber auch die Politik, Wirtschaft und Medien müssen Entwicklungen mittragen, die sowohl für die FitKids als auch für die DigiKids von Bedeutung sind, denn Kinder heute müssen beides sein!  

Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich

Prof. Dr. Ulrike Ungerer-Röhrich ist Diplom-Sportlehrerin und Diplom-Psychologin, promovierte und habilitierte Sportwissenschaftlerin sowie Psychotherapeutin. Sie arbeitete an der TU Darmstadt, der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg und an der Universität Bayreuth. 2013 wurde sie zur Vorstandsvorsitzenden der Plattform Ernährung und Bewegung gewählt. Ihre aktuellen Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bildung, Bewegung und Gesundheit in Kindheit und Jugend. Dabei setzt sie auf einen ressourcenorientierten und systemischen Ansatz und auf den erfolgreichen Einsatz neuer Medien.

Sport 4.0

Referent:

Guenther LOHRE

AthletenWerk GmbH

16:15 Uhr – 17:15 Uhr

Präsentation zum Vortrag

Durch die Veränderungen in der Lebens- und Arbeitswelt kommt Sport/Bewegung eine bedeutende Rolle für die Erhaltung von Lebensqualität und Gesundheit zu. Der Vortrag beleuchtet die Bedürfnisse der „Kunden“, die aktuelle Rahmenbedingungen und leitet daraus die Anforderungen für zukünftige Sport/Bewegungs-Angebote in der real-digitalen Welt ab.

Guenther Lohre

Guenther Lohre ist Diplom-Sportwissenschaftler und Sport-Marketing-Experte. Er gründete „Roth & Lohre Sports Communication“, die unter vielen anderen innovativen Projekten, die Markteinführung von Rollerbalde Inline Skates in Deutschland begleitete. Nach Vorstandspositionen in IT-Unternehmen und der Entwicklung von Plattform laufen.de für den Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) ist er als Business Developer tätig. Aktuell engagierter sich für das Marketing von Jugend trainiert für Olympia im Auftrag der Deutschen Schulsportstiftung. Guenther Lohre war 18-facher Deutscher Meister im Stabhochsprung und Teilnehmer der Olympischen Spielen in Montreal. Von 1979 bis 1983 war er Aktiven-Sprecher der Leichtathletik-Nationalmannschaft und hielt von 1978 bis 1983 den deutschen Rekord im Stabhochsprung. Von 2009 bis 2013 war Guenther Lohre DLV-Vizepräsident Olympische Leichtathletik.

Sessions am Dienstag, den 20.11.2018

Gesundheit und Bewegungsförderung

Session Chairs:

Prof. Dr. Lutz VOGT

Goethe-Universität Frankfurt/Main

Prof. Dr. Gorden SUDECK

Eberhard Karls Universität Tübingen

Uhrzeit

13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Raum

N.N.

Welche Herausforderungen ergeben sich zukünftig für die Bewegungsförderung, welche Erfolgsfaktoren sind bekannt und welche Impulse tragen zu einer erfolgreichen Verstetigung von Maßnahmen zur Bewegungsförderung bei? Erste Hinweise für die Beantwortung dieser Fragen liefern ein Impulsreferat und zwei Erfahrungsberichte aus Praxisprojekten im Bezirk Berlin-Mitte. Im Anschluss werden konkrete Handlungsansätze der Bewegungsförderung als öffentliche Aufgabe im Sozialraum diskutiert. Dabei gilt es Potenziale für einen gelingenden Praxisaustausch auszuloten und Umsetzungsstrategien abzuleiten. Auf Grundlage einer wissenschaftlichen Ausarbeitung werden nachfolgend Einflüsse der Eltern auf die Spielzeit ihrer Kinder im Freien beleuchtet und neben sozio-demographischen Faktoren auch Aspekte der empfundenen Nachbarschaftssicherheit thematisiert. Die identifizierten Hinweise zur Förderung des Spielens im Freien werden zusammen mit den Resultaten der ersten Diskussionsrunde erörtert und zu konkreten Handlungsansätzen und Strategien der Bewegungsförderung verdichtet.

Lutz Vogt

Prof. Dr. Lutz Vogt, Abteilung Sportmedizin Goethe-Universität Frankfurt/Main, ist Vizepräsident Bewegung und Gesundheit in der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft und hat an den Nationalen Bewegungsempfehlungen mitgearbeitet. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Bewegung und Sport in Prävention und Rehabilitation, Funktionsdiagnostik des Bewegungssystems und neuromuskuläre Diagnostik. Neben Untersuchungen zur Diagnose, Prävention und Therapie chronischer Erkrankungen leitete er zahlreiche Projekte zur bewegungsbezogenen Gesundheitsförderung in unterschiedlichen Lebenswelten.

 

Gorden Sudeck Prof. Dr. Gorden Sudeck ist Professor für Sportwissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Zuvor war er Assistenzprofessor für Sport und Gesundheit an der Universität Bern. Er promovierte in Bielefeld zur sportpsychologisch fundierten Bewegungsförderung in der Rehabilitation. Seine akademische Ausbildung beruht auf einem Diplom in Sportwissenschaft sowie einen Master of Public Health. Ein Forschungsschwerpunkt sind Projekte zur Bewegungsförderung, in denen er verschiedene individuums- und verhältnisorientierte Strategien entwickelte, umsetzte und evaluierte.

International Perspectives | Internationale Entwicklungen

Session Chair:

Detlef DUMON

International Council of Sport Science and Physical Education ICSSPE

Uhrzeit

13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Raum

N.N.

  • Sprache: Englisch

Nicht erst der Global Action Plan on Physical Activity der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verrät es: Die Veränderungen, die wir im Bewegungsverhalten der Bevölkerung in Deutschland beobachten, sowie die Suche nach Antworten hierauf, lassen sich auch in anderen Regionen dieser Welt beobachten.

Urban transformation, active transport, gamification von körperlicher Aktivität und die Digitalisierung unseres Alltags deuten einen möglichen Richtungswechsel an. Welcher Voraussetzungen es bedarf, diesen zu realisieren und welche Grenzen ihm aufgrund struktureller Besonderheiten und menschlicher Eigenschaften gegenwärtig gesetzt sind, soll in diesem Workshop gemeinsam erarbeitet werden. Es ist beabsichtigt, die Session mit einer ersten Liste von Empfehlungen für Wissenschaft, Politik und Verwaltung abzurunden.

Einleitend werden drei Experten und Expertinnen in den Arbeitsgebieten Öffentliche Gesundheit, Sport sowie Bildung und Wissenschaft in kurzen Impulsen über ihre aktuellen Aktivitäten und Erfahrungen berichten:

·        Prof. Dr. Fiona Bull (Weltgesundheitsorganisation/WHO)

·        Susan Greinig (Internationales Olympisches Komitee/IOC)

·        Dr. Uri Schaefer (International Council of Sport Science and Physical Education/ICSSPE)

Alle drei verfügen über langjährige Erfahrungen in der interdisziplinären und ressortübergreifenden Zusammenarbeit.

In der Kernphase dieses interaktiven Symposiums sollen folgende Aspekte bearbeitet werden:

–         Bedarf an wissenschaftlichen Daten

–         Empfehlungen für die Exekutive

–         Herausforderungen bei deren Umsetzung

–         Handlungsoptionen

 

Detlef Dumon (ICSSPE) moderiert die Session. Eine Simultanübersetzung wird angeboten.

Towards a more active world: Impact through connecting opportunities

Referentin:

Prof. Fiona BULL

University of Western Australia
World Health Organization WHO

13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Fiona Bull
Dr. Fiona Bull ist eine der weltweit wichtigsten Wissenschaftlerinnen im Themenfeld „Gesundheit und Bewegung“. Gemeinsam mit Prof. Regina Guthold hat sie für die Welt-Gesundheitsorganisation (WHO) aktuell im September 2018 eine große Studie zu den dramatischen weltweiten Folgen des Bewegungsmangels veröffentlicht, wonach mehr als 1,4 Milliarden Menschen zu viel sitzen und zu wenig gehen. Bei der WHO ist Fiona Bull Programmmanagerin in der Abteilung Prävention von nichtübertragbaren Krankheiten. Dort leitet sie die Arbeit in den Bereichen Bewegungsmangel, gesunde Ernährung, Prävention von Fettleibigkeit sowie die Überwachung von nichtübertragbaren Krankheiten und ihrer Risikofaktoren. In diesem Kontext ist sie für die Entwicklung des Global Action Plans for Physical Activity der WHO verantwortlich, der am 4. Juni 2018 gestartet wurde. Die WHO hat sich vorgenommen, in den nächsten sieben Jahren – bis 2025 – die körperliche Inaktivität um zehn Prozent zu senken, ein Zieil, das kaum erreichbar scheint. Vor ihrer WHO-Zeit hatte Dr. Fiona Bull  Professuren für öffentliche Gesundheit an der Universität von Western Australia und für Sportwissenschaft an der Loughborough Universität in Großbritannien inne. Ihre Arbeit ist interdisziplinär ausgelegt und berücksichtigt auch Entwicklungen in der Stadtplanung, der öffentlichen Gesundheit und im Sport. Sie ist (Co-) Autorin von über 180 wissenschaftlichen Publikationen und Berichten. 2014 wurde Dr. Bull für ihre Verdienste um die öffentliche Gesundheit zum Mitglied des British Empire (MBE) ernannt.

Movement, Health, Digitilisation - Evidence and Assumptions

Referent:

Dr. Uri SCHAEFER

ICSSPE President

13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Dr Uri Schaefer

1998 to 2016
Deputy Director General and Director of the Sport Administration of the Israeli Ministry of Culture and Sport, Israel; Deputy Chairman of the National Council for the Advancment of Women in Sport
 
1997 to 2008
Chief Executive Officer of the Wingate Institute, Israel’s National Center for Elite Sport
 
1997 to 2005
Initiator and Founding Preident of the International Council of Coaching Excellence
 
Since 2005
Board member of the International Council of Coaching Excellence 
 
Scientific work
Former lecturer at the Wingate Academic College for Phyiscal Education and Sport;
Lecturer at international conferences and seminars;
Autor and publisher of scientific articles and positioning papers in:
• Sociology of Sport;
• Social Psychology;
• Coach Education and Coaching;
• Sport Strategy and Policy;
• Inovations in Sports;
• Physical fitness;
• Swimming.
 
Awards (among others) :
• 1992 ICSSPE Sport Science Award on behalf of the IOC President for the doctoral thesis on the topic: The Retirement and Adjustment of Top Level Athletes;
• 1998 Recipient of the Israel Olympic Committee Award for Outstanding Leadership and Contribution to Coach Education;
• 2017 Elected to the International Jewish Sport Hall of Fame – receiving the Life Time Achievement Award in 2017.

Active Cities: The IOC’s Contribution to increase the activity levels in municipalities

Referent:

Susan GREINIG

IOC Medical Programmes Senior Manager

13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Susan Greinig

Susan has been working in the Medical & Scientific Department of the International Olympic Committee for over 21 years. Her responsibilities focus on education to protect the health of the athlete which has more recently led to promoting the health benefits of physical activity for all, thanks to the IOC’s support of the Active Well Being Initiatives, including the Active City Project. 

Susan’s contribution to help establish the various IOC consensus statements that provide the scientific evidence for these initiatives have been part of her work in this area. 

With a special interest in athlete safeguarding, motivated by being a mother of 2 sons both very active in a variety of different sports, Susan has headed the IOC Prevention of Harassment and Abuse in Sport initiatives since 2004. The educational tools on SAFE SPORT that Susan has coordinated, starting with the Prevention of Sexual Harassment and Abuse in Sport, are a testament to this. 

The range of such tools currently now covers a wider spectrum including Healthy Body Image in Sport and Female Athlete Health which can be found on www.olympic.org/athlete365/safe-sport. 

Susan is also the IOC Safeguarding Officer as part of the IOC Games-Time Framework. This Framework was in place for the first time at the 2016 Olympic Games Rio de Janeiro, and will now be enforced at all editions of both Summer and Winter Olympic and Youth Olympic Games. 

Sportentwicklung
Wie viel Gesundheit verträgt der Sport?

Session Chair:

Michaela RÖHRBEIN

Generalsekretärin Deutscher Turner-Bund

Friedhard TEUFFEL

Direktor Landessportbund Berlin

Uhrzeit

13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Raum

N.N.

Im Sportverein lassen sich Gemeinschaft, der Reiz des Wettbewerbs und gesellschaftliche Vielfalt erleben. Viele Menschen treiben jedoch in erster Linie Sport, weil sie etwas für ihre Gesundheit tun wollen. Aber ist der Gesundheitssport, den sie in Vereinen finden, überhaupt der, nachdem sie gesucht haben? Schaffen es Sportvereine also, ihr Angebot auf die Bedürfnisse der Bevölkerung auszurichten? Und wenn ihnen das gelungen ist, erreichen sie ihre Zielgruppen denn auch mit ihrer Ansprache? Die Session will den Gesundheitsbereich des organisierten Sports sowohl aus inhaltlicher wie kommunikativer Perspektive beleuchten. Es soll diskutiert werden, an welchen Stellschrauben die Vereine drehen können, um die Rolle als Gesundheitsanbieter Nummer 1 auszufüllen. Herausgefordert werden Sportvereine unter anderem durch diese Befunde: Der Organisationsgrad von älteren Menschen in Vereinen mit hohem Interesse an Fitness- und Gesundheitssport ist zwar niedriger ist als der jungen sportlich-aktiven Generation U 25, gleichzeitig schätzt aber die ältere Generation die Vorteile eines Vereins stärker. Und die jüngere Zielgruppe kann mit den derzeitigen Angeboten kaum weiter ausgebaut werden –  mit herkömmlichem Gesundheitssport schon mal gar nicht. Es sollte dennoch das Ziel des organisierten Sports sein, Menschen bei einer lebenslangen Sportbiographie zu begleiten, und daher auch für jede Generation passgenaue Angebote zu machen. Eingebettet wird dabei ein Vortrag von Professor Jochen Zinner über das Projekt „Berlin hat Talent“, das sich gerade auch den motorisch förderbedürftigen Kindern zuwendet.

Michaela Röhrbein

„Überlassen wir Influncer als neuen Sport-, Gesundheits- und Fitnessidolen die Ansprache von (potentiellen) Vereinsmitgliedern?“

Seit 2016 ist Michaela Röhrbein als Generalsekretärin des Deutschen Turner-Bundes und als Geschäftsführerin des Vereins Deutsche Turnfeste tätig. Mit 5 Mio. Mitgliedern, 17.000 Vereinen und 22 Landesverbänden ist der DTB zweitgrößter Spitzensportverband und betreut eine Vielzahl von Sportarten ganzheitlich in ihren Ausprägungen als Leistungs-, Wettkampf- und Breitensport sowie als Freizeit- und Gesundheitssport. Davor verantworte sie sieben Jahre als Leiterin die zentrale Einrichtung des Hochschulsports an der Leibniz Universität Hannover und baute diese zu einem im bundesweiten Vergleich größten Sportcampus mit ca. 50.000qm Sportfläche, eigenem Fitnessstudio und Kletterhalle sowie über 100 Bewegungsangeboten aus. Zeitgleich engagierte sie sich erfolgreich kommunalpolitisch als Gesellschaftermitglied des Fössebades um den Erhalt und Ausbau des Schwimmbades in ein Sport- und Gesundheitsbad. Die studierte Sportwissenschaftlerin mit den Nebenfächern Psychologie und öffentliches Recht ist derzeit ehrenamtlich als Vorstandsmitglied der Deutschen Kinderturnstiftung aktiv. Als Vorsitzende des Hochschulsportverbandes Niedersachsen-Bremen vertrat sie von 2009 – 2016 die Interessen des Landesverbandes im Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverband, in dem sie noch weiteren Gremien angehörte. Seit 2015 ist sie Mitglied der Bildungskommission des DOSB und seit 2016 Mitglied der Sprechergruppe der Generalsekretäre der Spitzenverbände.

Friedhard Teuffel

„Das Bild vom Gesundheitssport als Mattengymmastik in Schulturnhallen muss schleunigst überholt werden.“

Friedhard Teuffel ist seit 1. Oktober 2018 Direktor des Landessportbunds Berlin. Zuvor arbeitete er zwei Jahrzehnte als Journalist, darunter drei Jahre als Korrespondent der FAZ-Sportredaktion in Berlin und fünf Jahre als Ressortleiter Sport beim Tagesspiegel. Er schrieb vor allem über Sportpolitik, Leichtathletik, Tischtennis und die gesellschaftspolitische Dimension des Sports.

Sport ǀ Raum ǀ Stadt

Session Chairs:

Thomas WILKEN

KONTOR 21

Kay GÄTGENS
Freie und Hansestadt Hamburg

Uhrzeit

13:00 Uhr – 15:00 Uhr

Raum

N.N.

Mit seinen positiven physischen, psychischen und sozialen Wirkungen trägt der Sport wesentlich zum Wohlbefinden der Bürgerinnen und Bürger und damit zur Lebensqualität in einer Stadt bei. Mehr als ein Drittel der Bevölkerung treibt mindestens einmal pro Monat Sport. Das Spektrum der sportlich genutzten Räume reicht von normierten Spezialflächen wie Sporthallen und Fußballplätzen bis hin zu freien Bewegungsflächen im öffentlichen Raum. Angesichts des starken Bevölkerungswachstums genießt der Wohnungsbau in vielen Städten hohe Priorität. In der verstärkten Konkurrenz um begrenzt vorhandene Flächen droht der Sport trotz seiner vielfältigen Vorzüge ins Hintertreffen zu geraten. Es stellt sich daher zunehmend die Frage nach der Zukunft des Sports und der Sporträume in der Stadt. Diese Frage wird auch im Mittelpunkt der Session „Sport ǀ Raum ǀ Stadt“ stehen. Hierbei wird es zum einen darum gehen, wie Sportanlagen im Zuge der Verdichtung von Stadtteilen und Quartieren gesichert, aufgewertet und erweitert werden können. Zum anderen werden die Möglichkeiten und Perspektiven der Nutzung des öffentlichen Raumes für Sport und Bewegung beleuchtet werden. Die Session gliedert sich in vier Blöcke: Nach einem Überblicksbeitrag zum Thema der Session wird es zum Einstieg in die Diskussion der beiden genannten Schwerpunktthemen jeweils einen kurzen Input geben. Die Session endet mit einem Ausblick auf die Perspektiven des Sports im Rahmen einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung.  

Programm

13.00 Uhr

13.00 Uhr

 

 

13.05 Uhr

 

13.20 Uhr

13.20 Uhr

 

13.00 Uhr

14.05 Uhr

14.05 Uhr

 

14.15 Uhr

14.50 Uhr

14.50 Uhr

 

 

15.00 Uhr

 

Block 1: Einführung

Begrüßung und Ablauf

Kay Gätgens, Freie und Hansestadt Hamburg

Thomas Wilken, KONTOR 21

Sport ǀ Raum ǀ Stadt

Thomas Wilken, KONTOR 21

Block 2: Sportstättenentwicklung in der wachsenden Stadt

Impuls: Sportstättenentwicklung im Bezirk Hamburg-Eimsbüttel

Kay Gätgens, Freie und Hansestadt Hamburg

Diskussion

Block 3: Sport im öffentlichen Raum

Impuls: Stark im Park – ParkSport in Berlin

Bernd Holm, Senatsverwaltung für Inneres und Sport

Diskussion

Block 4: Fazit und Ausblick

Sport als Teil integrierter Stadtentwicklung

Kay Gätgens, Freie und Hansestadt Hamburg

Thomas Wilken, KONTOR 21

Session-Ende

Kay Gätgens

„Innerstädtische Verdichtung und die Bereitstellung attraktiver Sport- und Bewegungsinfrastruktur müssen sich nicht ausschließen. Gefragt sind intelligente Lösungenmit einem Mehrwert für alle Beteiligten.“

Kay Gätgens ist seit Januar 2017 Leiter des Bezirksamtes Eimsbüttel in Hamburg. Der gelernte Betonbauer hat Architektur und Stadtplanung in Hamburg und den USA studiert, danach arbeitete er in einem Hamburger Stadtplanungsbüro, bei der Stadt Pinneberg und als Fachamtsleiter und Baudezernent im Bezirksamt Eimsbüttel. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg-Schnelsen und ist leidenschaftlicher Fußballer und Radfahrer.

Thomas Wilken

„Vielfältige Sport- und Bewegungsmöglichkeiten sind wichtige Kennzeichen einer lebenswerten und zukunftsfähigen Stadt. Dies sollte auch in Zeiten wachsender Konkurrenzum knapper werdende Flächen nicht vergessen werden.“

Thomas Wilken ist Inhaber des auf nachhaltige Sport-, Tourismus-, Gemeinde- und Regionalentwicklung spezialisierten Büros KONTOR 21 mit Sitz in Hamburg. Nach seinem Studium der Fächer Sportwissenschaft, Politologie und Pädagogik und dem folgenden Referendariat arbeitete er an zunächst an einer Hamburger Gesamtschule und dem Fachbereich Sportwissenschaft der Universität Hamburg. Seit 1991 ist er als selbständiger Berater tätig. Sportlich pendelt der leidenschaftliche Hamburger u.a. zwischen Fußball, Radfahren, Beachvolleyball und Skifahren.

Bernd Holm

Bernd Holm ist seit 1992 in der Senatsverwaltung für Inneres und Sport des Landes Berlin tätig, zuvor arbeitete er sieben Jahre im Stadtplanungsamt Tiergarten. Arbeitsschwerpunkt des studierten Stadt- und Regionalplaners ist seit vielen Jahren die BerlinerSportentwicklung, aktuell ist er u.a. mit der Aktion „Stark im Park“ und der Sportentwicklungsplanung in den Berliner Bezirken befasst. In der Freizeit schwingt er gerne den Golfschläger oder lässt die Boule-Kugeln rollen.